Warum Laufen die beste Reflexionszeit ist – und was die Wissenschaft dazu sagt
Ich bin ehrlich: Am Ende jedes Jahres setze ich mich hin und überlege mir, welche Ziele ich mir für das kommende Jahr stecken möchte. Dabei kategorisiere ich meine Vorsätze – von beruflichen und sportlichen bis hin zu persönlichen Entwicklungen. In der Kategorie „Gesundheit“ stand dieses Mal ein neuer Punkt: Reflexion.
Ich wollte mir vornehmen, einmal pro Woche aktiv die vergangenen sieben Tage zu reflektieren. Was lief gut? Was hätte ich besser machen können? Welche Learnings nehme ich mit? Ich habe es jetzt ein paar Mal versucht – und weißt du was? Beim Laufen reflektiere ich ohnehin am besten.
Warum gerade beim Laufen die besten Gedanken entstehen
Vielleicht kennst du das auch: Du bist draußen, bewegst dich gleichmäßig, atmest tief ein und aus, und plötzlich fangen die Gedanken an zu fließen. Ideen, Klarheit und Lösungen für Probleme tauchen auf – fast von selbst.
Dass körperliche Bewegung unsere kognitiven Prozesse ankurbelt, ist längst wissenschaftlich belegt. Studien zeigen, dass moderates aerobes Training die Durchblutung des Gehirns verbessert, den präfrontalen Kortex aktiviert und kreative Denkprozesse fördert (Oppezzo & Schwartz, 2014). Eine Untersuchung der Stanford University fand heraus, dass das kreative Denken um bis zu 60 % gesteigert wird, wenn man sich bewegt – egal ob man spaziert oder läuft.
Für mich ist es mittlerweile so krass, dass ich kaum ohne Handy loslaufen darf, weil mir sonst so viele Ideen kommen, dass ich sie nicht mehr alle im Kopf behalten kann. Und wenn du auch so tickst, kennst du das sicher: Die besten Entscheidungen kommen nicht, wenn du verkrampft über etwas nachdenkst, sondern wenn du dich bewegst und dein Kopf „frei“ ist.
Warum Grundlagentraining perfekt für Reflexion ist
Gerade bei Grundlageneinheiten (also Läufe in niedriger Intensität) kann man den Gedanken freien Lauf lassen. Es gibt keine Ablenkung, kein Multitasking, kein Handy – nur dich, deine Atmung und die Bewegung. Die gleichmäßige Aktivität lässt das Gehirn in einen entspannten, aber fokussierten Zustand gleiten – ähnlich einer aktiven Meditation.
Interessanterweise berichten viele Unternehmer und Führungskräfte, dass sie ihre besten Entscheidungen nicht am Schreibtisch, sondern in Bewegung treffen. Steve Jobs war bekannt für seine „Walking Meetings“, weil er wusste, dass sich neue Ideen im Gehen viel besser entfalten als im Konferenzraum.
Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, dass du mal wieder richtig nachdenken oder Klarheit gewinnen musst – geh raus, lauf los und lass die Gedanken kommen.
Mein Tipp für dich:
➡ Nutze deine Läufe bewusst zur Reflexion – denk nicht nur über Training oder Pace nach, sondern über dein Leben, deine Ziele und deine Herausforderungen.
➡ Falls du dazu neigst, deine Ideen zu vergessen, nimm dir ein Handy oder eine Smartwatch mit Sprachmemo-Funktion mit.
➡ Probiere es auch auf dem Fahrrad aus – besonders auf dem Rollentrainer kann das extrem effektiv sein, weil du keine äußeren Ablenkungen hast.
Und falls du noch keine klare Struktur in dein Training hast oder einfach Unterstützung brauchst: In meinem Coaching gehen wir genau auf solche Dinge ein. Es geht nicht nur um harte Workouts, sondern um den ganzheitlichen Ansatz – und das bedeutet auch, dass du dein Training optimal mit deinem Leben verbinden kannst.
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